2010-2011

Ausgabe: 2010-2011

Wärmepumpe mit T6-Flachheizkörpern

Das vorgestellte Sanierungs objekt hat eindeutig gezeigt, dass der effiziente Einsatz der Wärmepumpe in Verbindung mit Heizkörpern als Wärmeabgabesystem möglich ist, sofern eine entsprechende Dimensionierung vorgenommen wird.

Markus Hörtner
Nach der Aufzeichnung des Energieverbrauchs über ein komplettes Jahr von Prof. DI Dr. Richard Krotil, FHS Pinkafeld, liegen die Testergebnisse mit den modernen T6-Flachheizkörpern von Vogel & Noot vor. Sie tragen das ECO-Gütesiegel, das für Kompatibilität mit allen (erneuerbaren) Energiequellen und für enorme Heizkosten- sowie CO2-Ersparnis bei höchster thermischer Behaglichkeit steht. Ein freistehendes Einfamilienhaus am Standort Leibnitz (Südösterreich) wurde einer Generalsanierung unterzogen. Es entstand ein Niedrigenergiegebäude mit einer Gesamt-Nettoheizfläche von 208 m². Die Gebäudehülle wurde mit einer Wärmedämmung versehen und die Fenster auf der Nord- und Ostseite des Gebäudes mit einer Dreifachverglasung ausgeführt.

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Stromeinsparung durch innovatives Tageslichtkonzept

Die Prismenstruktur in der Kuppel ermöglicht zudem, dass auch flache Sonnenwinkel in die Röhre eingelenkt werden können, also gerade im Winter sowie in den frühen Morgen- und Abendstunden. Der Lichteinfall wird dadurch weiter verstärkt.

Dipl.-Ing. Markus Korsch
Sonnenröhren beleuchten den Düsseldorfer Flughafen. Der Flugsteig C wird künftig mit Tageslicht beleuchtet und spart somit enorme Energiekosten ein. Das Geheimnis ist eine Prismenkuppel. Der Umbau machte eine neue Lichtplanung erforderlich. Das neue Lichtkonzept sollte vor allem die Aspekte Nachhaltigkeit und Effizienz im Hinblick auf die Energie- und Betriebskosten beachten. Das Düsseldorfer Lichtplanungsbüro Rhein Licht hat unter diesen Parametern das neue Beleuchtungskonzept erarbeitet und dieses gemeinsam mit dem Düsseldorfer Architekturbüro Dolle und Gross sowie der Firma Interferenz Daylight entwickelt und umgesetzt.

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Trivalente Heizsysteme – Rückgrat der modernen Haustechnik

Unterschiedliche Systemvarianten zur selbstbestimmten Wärmeproduktion

Die dezentrale Erzeugung von Heizwärme soll mit geringen CO2-Emissionen einhergehen und möglichst umweltfreundlich sein. Dies hat zur Folge, dass auch die Schornsteintechnik anspruchsvoller wird. Dabei skizzieren gerade die Entwicklungstendenzen in der Schornsteintechnik den optimalen Energiemix der Zukunft. Vor allem für das Eigenheim.

Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Böhm
Märkte für Öl und Gas sind unvollkommen. Denn deren Angebot wird von ganz anderen Gesetzen gesteuert als das Angebot normaler, reproduzierbarer Güter. Denn als fossile Rohstoffe stammen Öl und Gas aus erschöpfbaren Lagerstätten. Überdies entscheiden Ressourcenbesitzer, wie sie ihr Angebot über die Zeit verteilen respektive wann sie ihre Fördermengen auf den Markt werfen. Preise gelten somit als äußerst volatil, wobei eine sichere Abschätzung der zukünftigen Preisentwicklung fast unmöglich erscheint. Darüber hinaus verteuern sich mit dem Öl auch Erdgas, Heizöl sowie Benzin und Elektrizität. Wer dies erkannt hat, setzt auf ein Höchstmaß an Versorgungsicherheit und Kostenstabilität. In den letzten Jahren ist vor allem Heizwärme für Mieter und Eigenheimbesitzer ein wesentlicher Kostenfaktor geworden. Mit dem neuen Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich ( EEWärmeG ) muss der Wärmebedarf neuer Gebäude überdies durch einen Anteil regenerativer Energien gedeckt werden. Der Grund: Die dezentrale Erzeugung von Heizwärme soll mit geringen CO2-Emissionen einhergehen und möglichst umweltfreundlich sein. Dies hat zur Folge, dass auch die Schornsteintechnik anspruchsvoller wird. Dabei skizzieren gerade die Entwicklungstendenzen in der Schornsteintechnik den optimalen Energiemix der Zukunft. Vor allem für das Eigenheim.

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Überspannungsschutz, Potentialausgleich nach DIN VDE 0100 – 410

Sicherheit für PV-Anlagen mit Fehlerstrom-Schutzschaltern

Auch wenn bauliche Umstände in der Praxis die Installation eines Potentialausgleichs erschweren, müssen doch alle metallischen Bauteile eingebunden werden. Überdies müssen Leitungslängen und Querschnitte stets normativ und vorschriftsmäßig ausgeführt werden.

Dipl.-Ing. Jens Heining
Häufig ist die Rede davon, dass alle metallischen Bauteile auf ein gemeinsames Potential gelegt werden sollen.
So trivial diese Forderung auch klingen mag, so schwierig ist sie oft in der Praxis umzusetzen. Dies gilt auch für Photovoltaik bzw. PV-Anlagen.
Ein optimales Erdungssystem ist Voraussetzung für die einwandfreie Personenschutz-Funktion von Fehlerstrom-Schutzschaltern nach DIN VDE 0100 – 410. Hier leisten Überspannungsschutz-Module wertvolle Dienste für den Potentialausgleich.

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Vercracktes Glykol – ein unterschätztes Phänomen in der Solarthermie

Klassische Wärmeträger in der Solarthermie und Ihre Grenzen

Immer effizientere Systeme, wachsende Kollektorflächen, der Wunsch nach höheren Flüssigkeitstemperaturen und neue Technologien (z.B. solares Kühlen) bewirken eine immer höher werdende Belastung für die Materialien und die eingesetzten Wärmeträger.

Dr. Achim Stankowiak
Wärmeträger in solarthermischen Anlagen sind auf Grund der zunehmenden Effizienz von Solarkollektoren immer stärkeren Temperaturbelastungen ausgesetzt. In Vakuumröhrenkollektoren wurden im Stagnationsfall schon Temperaturen von über 270 °C gemessen. Dabei ist zu beachten, dass selbst bei gemessenen Flüssigkeitstemperaturen im Bereich von 200 °C an der direkten Kontaktfläche Wärmeträger/ Metalloberfläche die beschriebenen extremen Temperaturen auftreten können. Hier kommt es vermehrt zu den so genannten “Vercrackungen” des eingesetzten Glykols. Unter Vercracken versteht man die thermische Zersetzung von organischen Stoffen, die zu nieder- und höhermolekularen Verbindungen, aber auch zu Kohlenstoff selbst führen kann. Einerseits kann dies ein völliges Verstopfen des Kollektors mit der Notwendigkeit kostspieliger Reinigung oder im schlimmsten Fall den Austausch desselben zur Folge haben. Andererseits kann es den Korrosionsschutz des Wärmeträgers irreversibel schädigen.

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