Einregulierung der Durchflussmengen von Fußbodenheizungen

Zeitsparender Abgleich direkt mit dem Durchflusswert

Zeitsparender Abgleich direkt mit dem Durchflusswert. Abgleichoberteil Topmeter. Die geschützte Produktbezeichnung Topmeter hat sich in Fachkreisen als Begriff für Abgleichoberteile etabliert, die in Heizkreisverteilern die direkte Einstellung in l/min und gleichzeitig die Kontrolle der Durchflussmenge ermöglichen.

Wolfgang Heinl
Die Wärmeverteilung für die Wohnungen und Gewerbeeinheiten eines Neubauobjekts in Radolfzell am Bodensee erfolgt komplett über Fußbodenheizungen, um einen energieeffizienten Betrieb der aus Wärmepumpe und Brennwertheizkessel bestehenden Wärmeerzeugung zu erzielen. Damit die Einregulierung der Durchflussmengen für die Fußbodenheizkreise auf Anhieb passte, wurden die Heizkreisverteiler für die 48 Wohnungen mit Topmetern und für die neun Gewerbeeinheiten mit elektrothermischen Stellantrieben bestückt.

Der zentrumsnahe Neubau des Wohn- und Geschäftshauses besteht aus vier zusammenhängenden Gebäudeeinheiten mit 48 Wohnungen und insgesamt rund 2400 m² Gewerbefläche, Abb.2. Zur Innenstadtseite hin zeigt sich der Baukörper mit Ladengeschäften, eine öffentliche Tiefgarage verbindet die Gebäudeteile untereinander. Dem Untergrund kommt noch eine weitere Funktion zu: Das Grundwasser dient als Energielieferant. Durch das Grundstück fließt ein unterirdischer Bachlauf, den eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe als Wärmequelle nutzt, Abb.3. Die Wärmeversorgung des Wohn- und Geschäftshauses wird so zu 30 Prozent mit regenerativer Energie gedeckt. Ein Gas- Brennwertheizkessel liefert den restlichen Teil der benötigten Heizwärme für Raumheizung und Trinkwassererwärmung.

Fussbodenheizung verlangt genaue Einregulierung
Die Wärmeerzeugung mittels Wärmepumpe und Brennwertheizkessel erzielt in Verbindung mit einem Niedertemperatursystem eine hohe Energieeffizienz. Für die Wärmeverteilung in den 48 Wohnungen und neun Gewerbeeinheiten sorgen deshalb Fußbodenheizungen, die mit PEx-Rohren (d 16 mm) und Tacker- Dämmplatten ausgeführt wurden. Eine Systemtemperatur von 35/28 °C bietet optimale Voraussetzungen für den energieeffizienten Betrieb der Wärmeerzeuger. Die Erwartungen der Nutzer in den Wohnungen und Gewerbeeinheiten sind in erster Linie behagliche Raumwärme und konstante Temperaturen. Um diese zu erfüllen, verlangen die hydraulischen Eigenschaften eines Fußbodenheizsystems eine genaue Regulierung der Durchflussmengen in den einzelnen Heizkreisen.

Denn das Regelverhalten ist im Vergleich zu Hochtemperatur-Wärmesystemen sensibler und weist ein trägeres Ansprechverhalten auf: Zur Wärmeübertragung, die über mehrere Heizkreise mit kleinen Rohrquerschnitten und großen Leitungslängen sowie mit niedriger Temperatur und geringer Spreizung erfolgt, dient die gesamte Fußbodenoberfläche.

Einregulierung ist Teil der Inbetriebnahme
Mit den gestiegenen Anforderungen an die Energieeffizienz kommt der Einregulierung neu installierter Heizungsanlagen außerdem eine erheblich größere Bedeutung zu. Zudem fordern geltende Verordnungen und Richtlinien einen hydraulischen Abgleich der Anlage. Nach DIN 18380 (VOB/C) ist für jede Heizungsanlage ein hydraulischer Abgleich vorzunehmen. Ein hydraulisch abgeglichenes Rohrnetz gewährleistet nach einer Definition im Abschnitt 8 “Hydraulischer Abgleich” des VDMA Einheitsblattes 24199, dass die angeschlossenen Anlagenteile und Verbraucher mit den errechneten Massenströmen versorgt werden. […]

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