Reihenklemmen nach DIN-43880 für die Gebäudeinstallation.

Der Systemgedanke im Vordergrund

Reihenklemmen nach DIN-43880 für die Gebäudeinstallation

Dipl.-Ing. (FH) Markus Scholz
Die zeitgemäße Gebäudeinstallation stellt hohe Anforderungen an ein Reihenklemmensystem. Alle Komponenten müssen sich schnell – und damit kostensparend – verarbeiten lassen, und die Verdrahtung muss dabei übersichtlich und zuverlässig sein.
Eine wichtige Rolle spielt auch die DIN 43880, die Hüll- und Einbaumaße von Installationsgeräten berücksichtigt (s. Abb. 1 Aufmacherbild). Daher besitzen Reihenklemmen, die speziell der Installationstechnik dienen, besondere Eigen­schaften.


So müssen etwa die Einbaumaße für Installations­verteiler eingehalten werden. In der Installationstechnik werden Neutralleiter-Sammelschienen (NLS) verwendet, die an den Reihenklemmen berührsicher vorbeigeführt werden müssen. Das Messen des Isolationswiderstandes der Neutralleiter gegen Erde muss mit Neutralleiter-Trennklemmen ohne Abklemmen erfolgen. Für eine übersichtliche Verdrahtung ist eine eindeutige Beschriftung der Klemmstellen wichtig. Die Beschriftung erleichtert auch die spätere Dokumentation. Die Erweiterung von bestehenden Installationsverteilern sollte uneingeschränkt und ohne Rücksicht auf die Anschlusstechnik möglich sein.

Anschlusstechniken in der Gebäudeinstallation

Für die Gebäudeinstallation gibt es Reihen­klemmen mit unterschiedlichen Anschlusstechniken. Primär kann zwischen Feder- und Schraubanschlusstechnik gewählt werden. Bei der Federanschlusstechnik wiederum wird zwischen Push-In-Direkt­stecktechnik und Zugfeder-Anschlusstechnik unterschieden. Die geringen Steckkräfte bei der Push-In-Anschlusstechnik ermöglichen das leichte und direkte Einstecken starrer und flexibler Leiter mit Aderendhülse. Für den Zugfederanschluss wird ein Schraubendreher zum Öffnen der Klemmstelle benötigt. Ein großer Vorteil der Push-In- gegenüber der Zugfeder-Anschlusstechnik ist das Öffnen der Klemmstelle ohne Kontakt zu Strom führenden Teilen. Mittels “Pusher” kann die Verbindung mit fast jedem Werkzeug gelöst werden. Die Reihenklemmen für die Installationstechnik, die Phoenix Contact produziert, führen ein “I” in der Artikelbezeichnung:

  • UTI für den Schraubanschluss
  • PTI für den Push-In-Anschluss
  • STI für den Zugfederanschluss

Durch diese Kennzeichnung können die Installations-Reihenklemmen gut von anderen Reihenklemmen unterschieden werden, die nicht für diesen Applikationsbereich bestimmt sind.Außerdem gibt es Reihenklemmen in unterschied­lichen Ausführungen: Durchgangsklemmen, Schutz­leiterklemmen, Neutralleiter-Trennklemmen und Mehrstockklemmen. Die unterschiedlichen Anschlusstechniken und Ausführungen können problemlos kombiniert werden. Die Neutralleiter­-Sammelschiene liegt bei den Installationsklemmen von Phoenix Contact auf dem gleichen Niveau (s. Abb.2).

Den Isolationswiderstand normgerecht bestimmen
Wer eine elektrische Anlage errichtet, ist verpflichtet, den Isolationswiderstand zu überprüfen. […]

Schreibe einen Kommentar