Neuheit in der Wasserenthärtung

Dreifach-Enthärtungsanlage nach DIN EN 14743 und DIN 19636-100

HYGIENEGERECHTE KONSTRUKTION: Die neuen Enthärtungsanlagen entsprechen DIN EN 14743 und DIN 19636-100

Dipl.-Betriebsw. Alexander Görbing, Leiter Werbung und Kommunikation
Enthärtungsanlagen nach dem Ionenaustauschverfahren sind seit mehreren Jahrzehnten Stand der Technik – und werden als Kleinanlagen im Ein- und Mehrfamilienhausbereich sowie als größere Anlage im gewerblichen Bereich eingesetzt.
Das harte Rohwasser durchströmt einen Austauscher. Dieser ist mit stark saurem Kationenaustauscherharz gefüllt, an das an bestimmten Positionen Natrium-Ionen gebunden sind.
Da die Bindungsstellen am Harz Calcium- und Magnesium-Ionen bevorzugen, werden diese beim Durchströmen festgehalten, während das Harz Natrium-Ionen an das Wasser abgibt (Austausch-Reaktion). Auf diese Weise verbleiben alle Härtebildner (Ca und Mg) im Austauscher.

Weiches Wasser mit Natrium-Ionen verlässt den Austauscher. Dieser Prozess findet so lange statt, bis der Großteil der Natrium- Ionen verbraucht ist. Die Austausch-Reaktion lässt sich umkehren, wenn sehr viele Natrium-Ionen in Form einer Salzlösung (= Sole) zugeführt werden. Die Natrium- Ionen verdrängen allein durch ihre Überzahl die Calcium- und Magnesium-Ionen von den Andockstellen des Harzes. Der Prozess stellt den Ausgangszustand wieder her.

Das Harz ist regeneriert und steht wieder zum Enthärten bereit. Um eine Vermischung des Trinkwassers mit dem Regenerationswasser zu verhindern, wird eine Absperrung zur Trinkwasser-Installation notwendig. Das alles läuft vollautomatisch. Eine Austauscherflasche kann immer nur eine bestimmte Zeit lang enthärten und muss dann regeneriert werden, bevor der Vorgang von neuem beginnen kann. Aus diesem Verfahrensprinzip haben sich folgende Grund-Bauarten ergeben:

  • Einzelanlagen bestehend aus einer Austauscherflasche. Während des Regenerationsvorganges kann kein enthärtetes Wasser dem Leitungssystem entnommen werden. Lediglich eine Notversorgung mit Hartwasser ist möglich.
  • Doppelanlagen bestehend aus zwei Austauscherflaschen. Bei der Regeneration einer Austauscherflasche übernimmt die zweite den Betrieb. Sobald diese dann erschöpft ist, wird wieder gewechselt. Diese Betriebsart wird als Pendelbetrieb bezeichnet.
  • Dreifachanlagen bestehend aus drei Austauscherflaschen. Zwei Austauscherflaschen werden parallel durchströmt, während die dritte in Regeneration steht, Abb.1.

Der große Vorteil von Dreifachenthärtungsanlagen liegt in einer Leistungsverdoppelung gegenüber einer Doppelanlage mit gleicher Größe – einzig durch das Hinzufügen einer weiteren Austauscherflasche. Allerdings müssen die beiden in Betrieb befindlichen Austauscher exakt gleich durchströmt werden, damit das sog. 0- 50- 100-Verhältnis nicht aus dem Takt gerät. Als erster Hersteller baut Grünbeck nun Dreifachanlagen mit einem Zentralsteuerventil, Abb.2.

Diesem liegt das Konstruktionsprinzip eines Dreiwege- Kugelventils zugrunde, Abb.3. Zusätzlich ist für jede Austauscherflasche ein Turbinenwasserzähler vorhanden, der eine konstante Überwachung und somit eine gleichmäßige Durchströmung gewährleistet. Durch das Zentralsteuerventil wird das Rohwasser auf zwei Austauscherflaschen verteilt. Infolge der vollkommen symmetrischen 120 °-Aufteilung des Steuerventils und der drei Austauscherflaschen ist es möglich, dass die beiden in Betrieb befindlichen Austauscherbehälter immer gleichmäßig durchströmt werden.

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