Gebäudesanierung – Wärmepumpen auch mit Radiatoren wirtschaftlich

Beheizung – Wärmepumpe und Wärmedämmung in der Gebäudesanierung

Beheizung und Wärmedämmung in der Gebäudesanierung

Für viele mehrgeschossige Wohnungsbauten aus der Zeit des Wiederaufbaus stehen in den nächsten Jahren umfassende Modernisierungen an. Wärmepumpen ermöglichen auch für diese Gebäude eine kostensparende und umweltschonende Beheizung, selbst wenn auf Fußbodenheizungen verzichtet werden muss. Wärmepumpen sind eine technisch elegante und wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeit, regenerierbare und kostenlose Umweltenergie als Heizenergie zu gewinnen. Für Neubauten mit ihren hohen Standards der Wärmedämmung und die dort häufig verwendeten Fußbodenheizungen sind die Vorteile von Wärmepumpen allgemein anerkannt und vielfach in der Praxis bewiesen:


Die Bewohner profitieren unmittelbar von niedrigen Heizkosten, der Bauherr bzw. Vermieter erhöht die Rentabilität seiner Investition, weil er moderne Wohnungen mit zeitgemäßer Energieeffizienz anbieten kann und dadurch seine Vermietungs- bzw. Verkaufschancen verbessert. Er erfüllt außerdem die Vorgaben der Energieeinsparverordnung EnEV bezüglich des Einsatzes erneuerbarer Energien und wird seiner Verantwortung für die Umwelt und die politisch geforderte Energiewende gerecht.

Wärmepumpen für Bestandsbauten
Die eigentliche Herausforderung dieser Energiewende bei der Gebäudeheizung liegt aber weniger im Neubau als in der Modernisierung des Wohnungsbestandes. Zumal sich viele Wohnungsbaugesellschaften wegen der demografischen Entwicklungen abseits der Boomregionen nur in geringem Umfang mit Wohnungsneubau beschäftigen, sondern viel stärker mit der energetischen Ertüchtigung ihres Bestands. Speziell die mehrgeschossigen Wohnblöcke aus der Wiederaufbauzeit bis in die 1960er Jahre entsprechen nicht mehr heutigen Ansprüchen an den Wohnkomfort und lassen sich immer schwerer vermieten. Für viele dieser Gebäude steht in den nächsten Jahren eine grundsätzliche Modernisierung an, bei der dann auch die Frage der künftigen Beheizung zu klären ist.
Mit den heutigen technischen Möglichkeiten ist es theoretisch möglich, diese Bestandsbauten energetisch auf (nahezu) Neubauniveau zu verbessern und dann Wärmepumpen in Kombination mit neu eingebauten Fußbodenheizungen zu betreiben. Dies erfordert in der Regel eine Totalentkernung, die durchaus Vorteile für den Bauablauf oder den Neuzuschnitt der oft sehr kleinen Wohnungsgrundrisse hat. Trotzdem sind solche durchgreifenden Maßnahmen nicht in jedem Fall möglich bzw. nicht immer wirtschaftlich. Eventuell sprengen Fußbodenheizungen den vertretbaren Kostenrahmen oder aber sie lassen sich überhaupt nicht einbauen, weil ” gerade in den knapp bemessenen Nachkriegsbauten ” die vorhandene Raumhöhe einen weiteren Aufbau nicht zulässt.
Dann stellt sich die Frage, ob auch unter Beibehaltung der alten Radiatoren oder ggf. mit erneuerten Radiatoren ein Wechsel von der früheren Ölheizung auf umweltschonende Wärmepumpen wirtschaftlich darstellbar ist. Um die Antwort hier vorwegzunehmen: Dies kann funktionieren, weil durch die technische Weiterentwicklung, zum Beispiel beim Wärmepumpen-Spezialisten Dimplex, Lösungen für die Beheizung von Bestandsbauten mit Radiatoren zur Verfügung stehen. Allerdings sind im planerischen Herangehen einige Besonderheiten gegenüber der typischen Neubausituation zu beachten, wobei die erforderliche Vorlauftemperatur für die ausreichende Raumerwärmung den Dreh- und Angelpunkt darstellt.

Gesenkten Wärmebedarf neu ermitteln
Unabdingbare Voraussetzung für den effizienten Betrieb von Wärmepumpen in Altbauten ist die verbesserte Wärmedämmung. Die Dämmung der Fassaden, der obersten Geschossdecke sowie der Kellerdecke gehören allerdings ohnehin zu jeder wirtschaftlich orientierten energetischen Modernisierung, weshalb sie bei Kalkulatoren auch als “Sowieso-Kosten” bezeichnet werden. Dies gilt ebenso für die zu modernisierenden Fenster. Weitere energiesparende Maßnahmen wie der Einsatz von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sollten geprüft werden.
Doch unabhängig davon, wie und in welchem Maß das Gebäude energetisch verbessert wird, es hat gegenüber […]

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