VRF-Technik nach DIN V 18599

Energetische Bewertung von Gebäuden

Erstmals findet man die VRF-Technik in der Systematik der Einteilung von RLT-Anlagen als eine Möglichkeit, behagliche Raumklimabedingungen zu gewährleisten. Ergänzt wird dies in der Darstellung für die energetische Bewertung von Nichtwohngebäuden nach DIN V 18599 (Teil 7), welche auf die Möglichkeiten der alternativen Kühl- bzw. Klimakältesysteme besser hinweist. Man muss wohl heute in Deutschland kaum noch nachweisen, was VRF-Multisplit-Klimaanlagen leisten können.

Prof. Dr.-Ing. Achim Trogisch, HTW Dresden,
Dr.-Ing. Ulrich Arndt, Key Account Manager
Erstmals findet man die VRF-Technik in der Systematik der Einteilung von RLT-Anlagen als eine Möglichkeit, behagliche Raumklimabedingungen zu gewährleisten. Ergänzt wird dies in der Darstellung für die energetische Bewertung von Nichtwohngebäuden nach DIN V 18599 (Teil 7), welche auf die Möglichkeiten der alternativen Kühl- bzw. Klimakältesysteme besser hinweist. Man muss wohl heute in Deutschland kaum noch nachweisen, was VRF-Multisplit-Klimaanlagen leisten können. Selbst in den USA, wo bisher immer noch die konservative Nur-Luft- und Luft-Wasser-Klimatisierung vorherrschten, werden nun offenbar auch die Weichen in Richtung VRF-Klimatisierung gestellt. In einem aktuellen Fachbericht heißt es dazu u. a.: „Verknüpfung von Lüftung, VRF-Klima und Wärmepumpe: ASHRAE-Zentrale bekommt Idealklima […]. Dies ist für amerikanische Verhältnisse eine Sensation […].” Auch damit wird einmal mehr die Leistungsfähigkeit der VRF-Technik unterstrichen. Bisweilen zu lesende einseitige Betrachtungen werden gleichzeitig als nicht zutreffend gekennzeichnet.

SYSTEMDEFINITION DER VRF-TECHNIK

Trotz des hohen Bekanntheitsgrades von VRF-Systemen ist die Bedeutung des Kürzels V R F mitunter unklar bzw. es wird falsch gedeutet. Da es in dem vorliegenden Bericht um „energetische Bewertung” geht, hier nochmals die Erläuterung: V = Variable, R = Refrigerant, F = Flow. Es handelt sich also um Systeme mit variablem Kältemittel-Massenstrom. Und das ist auch der Schlüssel zu einer äußerst effizienten, quasi stetigen Leistungsregelung: Der Kältemittel-Massenstrom (nicht etwa der Volumenstrom!) wird der jeweiligen Lastanforderung aus dem Gebäude stufenlos angepasst, d. h. dieses Regelungsprinzip wird mittels drehzahlgeregelter Umlaufkolben-Verdichter wie z. B. Rollkolben-, Scroll- und Drehkolben-Verdichter umgesetzt.

Die Regelung selbst erfolgt bei elektromotorisch betriebenen Systemen mittels Frequenzumrichter (Inverter) und bei gasmotorisch betriebenen Systemen über die Änderung der Gaszufuhr.

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